Stephan Ettl

geb. 25.11.1957 in Wien, lebt und arbeitet in Wien
In der Philosophie wird der Begriff der Faltung hauptsächlich durch den französischen Philosophen Gilles Deleuze im Kontext seiner Interpretation von Gottfried Wilhelm Leibniz und der Barockphilosophie geprägt. Das Konzept der Falte dient als Metapher, um die komplexe Beziehung zwischen Materie und Geist, dem Endlichen und dem Unendlichen sowie der Welt und dem Subjekt zu beschreiben.
Das Ein- und Ausfalten (Implikation/Explikation) sind zwei Seiten eines wechselseitigen Konstitutionsprozesses, ein dynamischer Vorgang der Formbildung und Formfestlegung. Durch Explikation (Entfaltung) werden verborgene Verbindungen sichtbar gemacht, während die Implikation (Einfaltung) das Verbergen und die Potenzialität beschreibt, die Eigenschaft oder Fähigkeit etwas zu werden oder zu sein, eine Möglichkeit, die noch nicht verwirklicht ist, aber das Potenzial dafür besitzt.

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